Feline Infektiöse Peritonitis - FIP

Keine Erkrankung hat so viele Katzenleben auf ihrem Konto wie die Feline Infektiöse Peritonitis kurz "FIP" genannt. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie und ob ich auf meiner Homepage überhaupt darüber schreiben soll. Es sind wirklich gute Artikel zu diesem Thema im Netz und eine der nach meiner persönlichen Meinung beste Seite, die ich sehr schätze und gerne empfehle ist: www.catgirly.info/Krankheiten/FIP

FIP ist in erster Linie eine Erkrankung von jüngeren Katzen im Alter von 3 Monaten bis 3 Jahren, die aus Mehrkatzenhaushalten stammen. Leider gibt es keine  sichere Behandlung und derzeit versterben mehr als 95 % der erkrankten Katzen.

In der größten Risikogruppe ist die Todesrate generell mit 5-10% anzusehen. Katzen aus derselben Umgebung haben die gleichen Stämme des FECV (ein Coronavirus, der Durchfall macht), die die genetisch bedingten Stämme des FIP-Virus entwickeln. Es gibt mindestens zwei Stämme (Serotypen) des Felinen Enteriden Coronavirus (FECV) Typ I und Typ II. Typ I ist ausschließlich felinen Ursprungs, während der Typ II  ein genetischer Hybride des felinen und caninen Coronaviruses zu sein scheint. Einige Forscher glauben, dass es auch einen Typ 3 des Virus gibt.

Die verschiedenen FIP Viren sind Mutanten des relativ harmlosen Felinen Enteriden Coronavirus (FECV). Kein Stamm gleicht dem anderen und es gibt große regionale Unterschiede. Es gibt zwei unterschiedliche FIP Formen: die trockene und die feuchte Form. Die Virusmenge in den Freßzellen (Macrophagen, die Teil des Immunsystems sind) ist deutlich reduziert, was bedeutet, dass die Katzen mit einer trockenen Form eine teilweise Immunantwort bilden.

Das worum es hier nun geht sind die Informationen, die anlässlich der letzten FIP-Konferenz mitgeteilt wurden. Dr. Niels Pedersen, einer der führenden US-amerikanischen Ärzte in der FIP-Forschung, erforscht seit vielen Jahrzehnten die Feline Infektiöse Peritonitis. Er ist der Meinung, dass die Ursache bzw der Grund für ein Auftreten der FIP in den Genen der Katzen liegt. Er hat sich Birmakatzen als Feldstudienobjekte ausgesucht, weil sie relativ wenig Fremdeinkreuzungen haben und der Genpool im Verhältnis zu anderen Rassen leichter überschaubar und dadurch nachzuverfolgen ist. Er rechnet damit, dass in den nächsten 2 Jahren der Genort, auf dem das Gen für die FIP liegt, entschlüsselt werden kann. Dr Pedersen hat um weitere Proben in Form von Backenabstrichen von Birmas betroffener Linien gebeten. Sobald dieses Gen entschlüsselt werden konnte, kann ein Gentest ermittelt werden und Züchter in aller Welt könnten dann ihre Zuchttiere auf das Vorhandensein des Gens testen. Wenn man sich einmal überlegt, wie viel Leid für Katzen und Besitzer dadurch vermieden werden könnte! Man rechnet pro Jahr mit Tausenden von Katzen, die weltweit mit der gestellten Diagnose "FIP" versterben. Wie viele tatsächlich an FIP erkrankt waren, vermag niemand zu sagen. Aber es werden deutlich weniger Fälle sein, da die Diagnosestellung derzeit intra vitam fast unmöglich ist. Viele Erkrankungen sind 

Die FIP ist einer Krebserkrankung gleichzusetzen und hat oftmals ähnliche Symptome. Warum die Zellen entarten kann bisher noch niemand sagen, aber da ist der Gedankenansatz von Dr. Pedersen ganz richtig. Denn selbst in Zuchten, die nachweislich FIP im Bestand haben, verstirbt nur ein gewisser Prozentsatz an Katzen.

Der neue Shooting Star am Veterinärshimmel der FIP Forscher ist  Dr. Al Legendre, u.a. Kleintieronkologe in Tennessee, der mit einer neuen Behandlungsmethode gegen Herpesviren aus der humanen AIDS-Therapie, das Leben signifikant verlängern konnte. Viele Katzen waren nach der Behandlung frei von Symptomen  und blieben es auch. Einige wenige erlagen der FIP-Erkrankung nach ersten Erfolgen und der Hoffnung, dass die Krankheit besiegt sei, in einem kurzen, heftigen Krankheitsschub. Warum das so ist, weiß die Forschung noch nicht. Aber man hat das Gefühl vor einem Durchbruch zu stehen. 

 

Quelle:

http://www.winnfelinehealth.org/

http://www.sandiegocat.org/SDCFmembersonly/FIP/files/session1.html

http://petworldradio.net/winn-symposium-part-1-dr-alfred-legendre;